Alter…das ist schwierig!

22. April 2022

Es gibt Dinge im Leben, die sind unaufhaltsam. Der Alterungsprozess, gehört ganz sicher dazu. Er lässt sich maximal verlangsamen, aber gänzlich verhindern lässt er sich nicht. Hier macht jeder sicher unterschiedliche Erfahrungen, aber dass man im Alter oft nicht mehr die gleiche Leistung abrufen kann oder die eine oder andere zusätzliche Speckrolle auftaucht, ist eine weit verbreitete Erfahrung.

Genau diese Erfahrungen mache auch ich und hoffe, dass ich euch in der nachfolgenden Kolumne ein paar Tricks, Tipps und Wege aufzeigen kann, wie man sich dem Zahn der Zeit entgegenstellen kann.

Ich musste mir erstmal eingestehen, dass ich nicht mehr mit der gleichen Energie, Durchhaltevermögen und Ausdauer durchs Leben gehe. Ich merke, dass es für mich sehr leicht geworden ist zuzunehmen und immer schwieriger wird, das überschüssige Gewicht wieder loszuwerden. Was wie eine unfaire Verschwörung gegen mich wirkt, ist aber ein ganz natürlicher Prozess: Der Kalorien-Grundumsatz sinkt mitzunehmenden Alter und die Muskelmasse schwindet. Das hängt vor allem mit dem Hormonhaushalt zusammen und ist bei vielen auch ein ganz natürlicher Prozess. Gefährlich wird es aber, wenn das überschüssige Gewicht krank macht: Bluthochdruck, Diabetes, erhöhte Cholesterinwerte, eine Fettleber sind nur ein paar Beispiele für krankhafte Zustände, die daraus resultieren können.

Diese körperlichen Veränderungen, die mit dem Alter zusammenhängen, haben aber nicht nur mit den körperlichen Prozessen zu tun, die sich bei jedem mehr oder weniger bemerkbar machen, sondern vor allem auch mit den Lebensumständen bzw. der Lebensführung.

Wir haben bereits festgestellt, dass im Alter der Kalorienbedarf abnimmt und wir wissen auch, dass ein Kalorienüberschuss zu einer Gewichtszunahme führen kann. Entsprechend ist ein erster wichtiger Aspekt die Ernährung. Auch ich musste erkennen, dass ich nicht mehr die gleichen Dinge, wie früher Essen kann. Das bezieht sich nicht nur auf ungesundes Essen, sondern auch auf die schlichte Menge. Würde ich mich weiter genauso wie als Jugendlicher oder Student ernähren, ich würde ganz sicher schnell zunehmen. Ich muss also jetzt noch verstärkter auf eine ausgewogene Ernährung achten, aber auch auf die Menge der Lebensmittel. Esse ich zu viel, auch wenn es sich um vermeintlich gesunde Lebensmittel handelt, nehme ich trotzdem zu.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Beruf, den man ausübt. Wenn ich körperlich schwer arbeiten müsste oder wäre viel in Bewegung, hätte ich einen höheren Kalorienverbrauch. Dann könnte ich mir auch mal eine größere Ernährungssünde gönnen, da ich die echte Chance habe die überschüssigen Kalorien auch noch zu verbrauchen. Arbeite ich aber vornehmlich im Sitzen und bewege mich eher weniger, trägt das zu meiner schlechten Energiebilanz bei. Hier muss ich dann also in meiner Freizeit für einen entsprechenden körperlichen Ausgleich sorgen, zum Beispiel durch regelmäßig fordernde Trainingseinheiten oder auf Ernährungssünden konsequent verzichten.

Hier kommt dann aber eine Falle: Die Freizeit ist als Vollzeitbeschäftigter oder Selbständiger ein knappes Gut. Neben den privaten Verpflichtungen gegenüber Freunden und Familie, steht da noch die Haushaltsführung an. Man spricht hier auch von der Rush-Hour des Lebens. Oft wird man den gesetzten Ansprüchen nicht gerecht und man macht sich tierisch Stress, mit dem ganz alltäglichen Wahnsinn fertig zu werden. Man fängt dann auch aus der Not an, Dinge zu streichen. Das ist bei vielen häufig das Training, weil es auf den ersten Blick nicht so wichtig erscheint.  Ich erwische mich doch selbst dabei, wenn ich nach einem stressigen Arbeitstag nach Hause pendle und ich mich noch um den Einkauf und das Kochen kümmern muss. Sich dann nochmal aufzuraffen ist schwer und ehe man sich versieht, verschwindet das regelmäßige Training aus dem eigenen Alltag.

Das bringt eine fatale Spirale in Gang: Mit einem höheren Alter wird es immer schwieriger mit dem Abnehmen, da ein Kaloriendefizit nochmal eine Spur größer ausfallen muss. Wenn ich mir die Kalorien mal als Essenteller vorstelle, wird meine Portion auf dem Teller immer kleiner und kleiner. Gerade wenn man gerne isst und viel Freude daran hat, kann das zur Belastung werden.

Regelmäßig ungesundes Essen ist darüber hinaus ein fester Bestandteil eines aus den Fugen geratenen Belohnungssystems. Vermeintlich tut man sich und seiner Laune etwas Gutes, wenn man sich nach einem anstrengenden Tag mit leckeren Essen und Snacks belohnt. Gerade auch wenn man für die ganze Familie kocht, möchte man seinen Partnern und Kindern abends kein „uncooles“ gesundes und altersgerechtes Essen vorsetzen. Das führt dazu, das man keine Rücksicht mehr auf individuell verbleibende Kalorien oder Bedürfnisse nimmt. Es bedarf nämlich auch extra Zeit und Willensstärke, mehrere Gerichte zu kochen oder nur sehr kleine Portionen zu Essen. 

Durch das Auslassen der regelmäßigen Trainingseinheiten, laufe ich aber auch Gefahr, dass meine allgemeine Fitness nachlässt. Das wiederum macht die Trainingseinheiten und das Erreichen der individuellen Ziele immer schwieriger und das Kaloriendefizit, welches ich allein durch die Ernährung abbilden muss, noch größer.

Die Situation zu analysieren und festzustellen, dass mit dem Alterungsprozess auch regelmäßige und umfassende Veränderungen an Ernährung, Training und Lebenswandel notwendig werden, ist ein erster Schritt. Häufig ist man dazu selbst gar nicht in der Lage und es fehlt der professionelle Blick auf das Ganze. Fragen wie: Wann soll ich mein Training schaffen? Wie stelle ich meine Ernährung, gemäß der individuellen Bedürfnisse, am besten um? Was und wie soll ich in meiner knappen Freizeit trainieren? Wie integriere ich das Training in den beruflichen Alltag und mache es zu meiner neuen Gewohnheit?

Hier kommt der UPT-Personal Trainer ins Spiel. Gemeinsam erstellt man eine umfassende Analyse, definiert Ziele und findet passgenau die richtigen Maßnahmen. Neben klassischen Fitnesstraining für die Kräftigung der Muskulatur und einer individuellen Ernährungsberatung bietet UPT auch MyPassion Wing Chun Training an. Durch das Training erlernt man nicht nur sich selbst und andere zu schützen. Auch Stressresistenz und der selbstbewusste Umgang mit alltäglichen Herausforderungen werden gefördert. Gemeinsam schafft man es die Ernährung gesünder und altersgerechter auszugestalten. Auch das Training wird wieder in den Alltag integriert und wird idealerweise zu Ausgleich und Belohnung nach einem anstrengenden Arbeitstag.

Gerne stehen wir euch zur Seite, um sich gemeinsam aktiv und konstruktiv dem Alterungsprozess entgegenzustellen. Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf und lassen Sie sich ganz unverbindlich und kompetent beraten. Außerdem warten weitere Kolumnen darauf, entdeckt zu werden: Home Office – Training und Ernährung und Aller (Fitness) Anfang ist schwer.